UFT 26: Christina Eireiner, BEd, MSc – Nachhaltige Stadtentwicklung, Resilienz und die Zukunft unserer Städte ⭐
Urban Future Global Conference zu nachhaltiger Stadtentwicklung, Resilienz und klimaangepassten, inklusiven öffentlichen Räumen. Christina Eireiner nennt auch Maßnahmen in Tulbing wie Entsiegelung und Baumpflanzungen.
30.07.2026 16 min
Zusammenfassung & Show Notes
Willkommen zu Urban Future Talks, dem Podcast des Urban Forum – Egon Matzner-Institut für Stadtforschung. Bernhard Müller oder andere Vertreter:innen des Urban Forum sprechen hier regelmäßig mit Expert:innen, Aktivist:innen und Gestalter:innen unserer Städte über aktuelle Themen wie soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Baukultur, Urbanisierung, Klimapolitik und demokratische Teilhabe.
Freu dich auf spannende Diskussionen, kritische Perspektiven und wertvolle Impulse für eine lebenswerte urbane Zukunft. Ein Podcast für alle, die Stadt nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten wollen.
Im Gespräch geht es um die Urban Future Global Conference, die als Treffen zu nachhaltiger Stadtentwicklung vorgestellt wird. Christina Eireiner erklärt, dass die Konferenz keine Veranstaltung einer politischen Organisation, Universität oder NGO ist, sondern von der Familie Babel-Suttner als privates Familienunternehmen aufgebaut wurde. Die Konferenz bringt Menschen aus unterschiedlichen Berufen zusammen, darunter Nachhaltigkeitsmanager, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Architektinnen, Raumplaner und Firmenvertreter. Auch viele Studierende wirken mit und können an Workshops, Sessions und Vorträgen teilnehmen.
Eireiner beschreibt die Entwicklung der Konferenz als stark gewachsen. Die Veranstaltung fand heuer in Ljubljana statt, mit rund 2000 Teilnehmenden und 200 Vortragenden. Für kommende Ausgaben, etwa in Istanbul, beginne die Planung bereits Jahre im Voraus. Die Konferenz sei schon in mehreren Städten Europas zu Gast gewesen, unter anderem in Graz, Wien, Oslo, Helsingborg, Stuttgart, Wrocław und Rotterdam.
Bei den Inhalten sieht Eireiner eine klare Verschiebung. Es gehe weniger um reine technische Lösungen und mehr darum, Städte und öffentliche Räume so zu gestalten, dass alle am öffentlichen Leben teilnehmen können. Wichtige Themen seien Klimawandelanpassung, die Begrünung öffentlicher Räume und der Umgang mit Hitzeinseln. Dabei würden auch Daten genutzt, etwa zur Planung von Grüngürteln und zur Simulation von Temperaturwirkungen. Künstliche Intelligenz könne dabei künftig unterstützend eingesetzt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Resilienz. Eireiner erklärt den Begriff zunächst als Widerstandsfähigkeit ökologischer Systeme und überträgt ihn dann auf Menschen in Verantwortung. Gemeint sei, wie man mit Kritik und Belastung umgeht, besonders wenn Erwartungen aus dem eigenen Umfeld nicht erfüllt werden können. Sie nennt als Hilfen unter anderem Tagebuchschreiben, Zeit in der Natur, Gespräche mit Freundinnen und die klare Einsicht, wenn etwas nicht umsetzbar ist.
Zum Abschluss spricht Eireiner über ihre Arbeit in Tulbing, einer Gemeinde mit etwa 3000 Einwohnern. Dort ist sie für Klimawandelanpassung zuständig und arbeitet etwa an Entsiegelung und der Pflanzung von Bäumen auf Parkplätzen. Sie betont, dass kleine Gemeinden und große Städte voneinander lernen können. Wichtig sei vor allem Nahversorgung im Sinn der 15-Minuten-Stadt, also kurze Wege zu Geschäften und wichtigen Einrichtungen. Für die nächste Konferenz in Istanbul erwartet sie eine stärkere Verbindung zwischen Europa und Asien sowie mehr Teilnehmende.
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